Psychotherapie als Schwäche? Vorurteile und der Weg zur Hilfe
In vielen Familien gilt Therapie als Schwäche oder Schande. Woher diese Vorurteile kommen, Fragen an dich und wie du trotzdem den ersten Schritt gehst.
In vielen Familien und Kulturen gilt Psychotherapie als Schwäche oder Schande. Wer Hilfe braucht, sucht sie deshalb oft spät oder gar nicht.
Woran du es merken kannst
- In deiner Familie wird über seelische Probleme nicht gesprochen.
- Du fürchtest, als schwach oder verrückt zu gelten, wenn du Hilfe suchst.
- Du wartest lange, bevor du dir eingestehst, dass es allein nicht geht.
- Du weißt nicht, wo man überhaupt anfangen würde.
Fragen an dich
Es gibt keine richtigen Antworten. Nimm die Frage mit, die bei dir hängen bleibt.
- Was würdest du denken, wenn ein Freund dir sagt, dass er in Therapie ist?
- Welche Sorge hält dich am meisten davon ab, Hilfe zu suchen?
- Wer muss überhaupt davon erfahren, wenn du dir Unterstützung holst?
- Was wäre der kleinste erste Schritt, etwa ein Gespräch mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt?
Was Coaching leisten kann
Coaching ist kein Ersatz für Psychotherapie und sollte nie die bequemere Wahl sein, wenn eigentlich Therapie gebraucht wird. Ich sage es offen, wenn ein Anliegen dorthin gehört.
Wann andere Hilfe besser passt
Psychotherapie zu beginnen ist ein Zeichen von Verantwortung, nicht von Schwäche. Erste Anlaufstellen sind deine Hausärztin oder dein Hausarzt, psychologische Beratungsstellen oder die Beratung an Hochschulen. Gespräche dort sind vertraulich.
Wenn es gerade zu viel ist
Coaching ist keine Psychotherapie und kein Krisenangebot. Wenn du in Gefahr bist oder daran denkst, dir etwas anzutun, wende dich sofort an den Notruf dort, wo du gerade bist, oder an eine Krisenberatung in deiner Nähe.
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Diese Seite beschreibt Erfahrungen, die viele Menschen kennen. Sie ist keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Beratung.